Hochleistungskugelmühle

Ein Schwerpunkt der Forschungsaktivitäten im Fachgebiet Baustofftechnologie ist auf die Untersuchung neuartiger umweltfreundlicher Zemente gerichtet, die in einem Niedertemperatur/ Niederenergieverfahren aus Altbeton zurückgewonnen werden und den Einstieg in einen geschlossenen, bisher nicht etablierten Werkstoffkreislauf für zementgebundene Baustoffe ermöglichen sollen.

Die Reaktivität derartiger RC-Zemente und die sich daraus ergebende Festigkeit und Festigkeitsentwicklung der mit diesen innovativen Zementen erzeugten Betone hängt entscheidend von der Zementmahlfeinheit ab.

Die mit EFRE-Mitteln beschaffte Hochleistungskugelmühle RETSCH Emax zeichnet sich zum einen durch die mit ihr auch in Trockenmahlverfahren erzielbaren sehr hohen Mahl-feinheiten aus, darüber hinaus durch den angesichts des eingebauten Kühlsystems ermöglichten unterbrechungsfreien Mahlbetrieb.

Die Reaktivität hydraulischer Bindemittel lässt sich durch die Nutzung tribochemischer Effekte, die durch den Eintrag hoher mechanischer Energie Phasenumwandlungen und  Kristallgitterstörungen bis hin zu einer Amorphisierung bewirken können, noch weiter steigern.

Die beschriebenen Effekte sind Gegenstand laufender Forschungstätigkeit. Ein abgeschlossenes Projekt, in dem der Einfluss von Mahlverfahren mit der Hochleistungskugelmühle im Vergleich mit konventionellen Labormühlen untersucht wurde, stellt das von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt im Zeitraum 19.12.2018 – 31.08.2020 geförderte Projekt Erarbeitung werkstofftechnischer Kenntnisse zur Struktur neuer Recycling (RC-)Zemente und labormaßstäbliche Entwicklung umweltfreundlicher RC-Bauprodukte für Einsatzbereiche im Hoch- und Tiefbau dar.

Ort
Hochschule Wismar
Philipp-Müller-Straße 14
23966 Wismar
Gesamtinvestition
27.691 Euro
Förderung
20.768 Euro
Gefördert durch
Logo Europäischer Fonds