ONKOTHER-H

ONKOTHER-H – Entwicklungsplattform für innovative onkologische Therapien

Krebs ist weltweit die zweithäufigste Todesursache, nur übertroffen von Herz- und Kreislauferkrankungen. Hautkrebs ist mit den drei Tumorentitäten – kutanes Melanom, Basalzellkarzinom und Plattenepithelkarzinom – insgesamt die häufigste Krebserkrankung in Deutschland. Grundsätzlich stellen immer noch die Chirurgie, die Chemotherapie und die Strahlentherapie die drei klassischen therapeutischen Ansätze für Krebspatienten dar.

Ziel des Verbundes ist es, neue Krebstherapien für die klinische Anwendung zu etablieren. Dazu haben sich die homogenen Hautkrebsentitäten als Modelle etabliert. Am Beispiel des kutanen Melanoms und des Plattenepithelkarzinoms der Haut werden neu synthetisierte und pharmakologisch relevante Moleküle („small molecules“) und die medizinisch innovative Behandlung mit kaltem Atmosphärendruckplasma sowie deren Kombination zunächst in der Zellkultur und anschließend am Patienten evaluiert. Dabei werden interdisziplinär im Verbund die folgenden Forschungsfelder bearbeitet:

a) Synthese neuer pharmakologisch relevanter Moleküle;
b) Erschließung von kaltem Atmosphärendruckplasma als onkologische Therapieform und Kombination mit neuartigen Wirkstoffen;
c) Anti-tumorigene Wirkung dieser neuen Therapieformen auf zellulärer Ebene.

Im Verbund „ONKOTHER-H“ arbeiten interdisziplinär und transinstitutionell sechs Projektpartner bestehend aus acht Arbeitsgruppen aus zwei Universitäten und einer außeruniversitären Forschungseinrichtung in Mecklenburg-Vorpommern zusammen. Auf Basis einer über mehrere Jahre aufgebauten Vernetzung der einzelnen Partner und erfolgreich generierter Vorergebnisse lassen sich neue Therapieformen erwarten, die einer patentierten industriellen Nutzung zugeführt werden können.

Ort
Verbund bestehend aus sechs Partnern Wissenschaftlicher Koordinator Universitätsmedizin Rostock Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Venerologie
Strempelstraße 13
18057 Rostock
Gesamtinvestition
2.200.000 Euro
Förderung
2.200.000 Euro
Gefördert durch
Logo Europäischer Fonds