Wiederherstellung Weißes Moor und Griemoor
Das Weiße Moor ist ein wertvolles Feuchtgebiet, das über seinen Anschluss an ein komplexes Grabensystem jahrelang entwässert wurde. Diese Entwässerung war inzwischen so weit vorangeschritten, dass sich bereits ein Aufwuchs von Nadelgehölzen gebildet hatte. Die Nadelgehölze verdrängten dabei nicht nur die seltenen Pflanzen und Tierarten aus dem sonst so artenreichen Moor, sondern förderten auch die weitere Entwässerung und die Freisetzung von CO2 aus dem Torfkörper des Moores.
Um das Moor mit all seiner Artenvielfalt und den Vorteilen der Wasser- und CO2-Speicherung zu bewahren, wurde das Weiße Moor über zwei Projektphasen wiederhergestellt. In der ersten Phase wurde der für das Moor störende Aufwuchs aus Nadelgehölzen entfernt, wodurch die Entwässerung verringert wird und den heimischen Pflanzen und Tieren des Moores die benötigten offenen und sonnigen Flächen zur Verfügung gestellt wurden. In der zweiten Phase wurde das Grabensystem um das Weiße Moor neu konzipiert. Dabei wurde der Wasserabfluss so ausgelegt, dass das früher vorbeigeleitete Wasser nun erst in das Weiße Moor eingespeist wird. Sobald das Moor aber seine maximale Wasserspeicherkapazität erreicht hat, wird das überschüssige Wasser durch einen Überlaufschutz in die angrenzenden Gräben geleitet und wie gewohnt über das alte Grabensystem abgeführt. Dadurch wird die extensive Bewirtschaftung des angrenzenden Grünlandes noch weiter ermöglicht und das dortige Artenspektrum gesichert.
Durchgeführt wurde das Projekt durch das Staatliche Amt für Landwirtschaft und Umwelt Westmecklenburg. Finanziert wird das Projekt aus Mitteln des Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) sowie des Ministeriums für Klimaschutz, Landwirtschaft, ländliche Räume und Umwelt M-V.
