Neutrassierter Gewässerlauf am Ablauf des Pelsiner Sees

Gewässerentrohrung der Pötterbeck

Südlich von Anklam beginnt die Pötterbeck ihren Gewässerlauf, sie fließt von West nach Ost und mündet als Rosenhäger Beck südlich der Anklamer Fähre in den Peenestrom. Auf ihrem Weg durchquert die Pötterbeck den Pelsiner See. Bis zur Renaturierungsmaßnahme im Jahre 2011 regulierte ein Stau im Auslaufbereich des Pelsiner Sees den dortigen Wasserstand. Im Anschluss an das Staubauwerk wurde der Gewässerverlauf in den 1970er Jahren auf einer Länge von 350 Metern verrohrt. Durch den Verlust der ökologischen Durchgängigkeit und fehlender natürlicher Gewässerstrukturen resultierte ein nachweislicher Artenschwund in der Gewässerflora und –fauna.

Das Projekt beinhaltete den Rückbau der Gewässerverrohrung. Unter Berücksichtigung der örtlichen Gegebenheiten wurde ein dem historischen Verlauf nachempfundener ca. 470 Meter langer offener Gewässerlauf hergestellt. Bestehende Ufergehölze wurden in die Gestaltung dieses Gewässerabschnittes einbezogen und durch Neuanpflanzungen gewässertypischer Gehölze und Stauden ergänzt. Die aus der Ufervegetation resultierende Beschattung mindert den Krautaufwuchs und bietet wertvolle Gewässerstrukturen als auch Lebensräume. Der Stau am Auslauf des Sees wurde durch eine Sohlgleite ersetzt. Im Gewässer lebende Fische und Wirbellose können nun wieder ungehindert bachauf- und bachabwärts gerichtet wandern, um Nahrungshabitate und Laichplätze zu erreichen.

Ort
östlich der Ortslage Pelsin
Gesamtinvestition
260.443 Euro
Förderung
227.188 Euro
Gefördert durch
Logo Europäischer Fonds