Deich nach der Fertigstellung

Hochwasserschutz Heiddorf, Errichtung Deich und Hochwasserschutzwand entlang der Alten Elde

Bei den Elbehochwässern 2002, 2006, 2011 und insbesondere 2013 mussten durch die örtliche Katastrophenabwehr und unterstützende Kräfte erhebliche Anstrengungen zur Hochwasserabwehr für die Gemeinde Heiddorf unternommen werden.

Im Ergebnis von Untersuchungen wurde festgestellt, dass für die eingetretenen Wasserstände, die beim Junihochwasser 2013 um bis zu 35 Zentimeter über dem geltenden Bemessungshochwasser lagen, für Teile der Gemeinde Heiddorf kein ausreichender Hochwasserschutz gewährleistet ist und oberhalb des Heiddorfer Deiches längs der B 191 ein Schutzdefizit besteht.

Zur frühestmöglichen Einbeziehung der betroffenen Bürger und der Träger öffentlicher Belange in die erforderlichen Maßnahmen fanden mehrere Informationsveranstaltungen bzw. Bürgerversammlungen sowie Abstimmungen mit der Gemeinde statt.

Zielstellung:
Im gesamten Untersuchungsbereich zwischen dem Ende des Heiddorfer Deiches (Ortseingang Heiddorf), entlang des Radweges an der B 191 mit Überquerung Mühlenstraße und Anschluss an die vorhandene Schutzwand Heiddorf (Straße der Jugend) ist eine Hochwasserschutzanlage herzustellen, die einen ausreichenden Schutz gegen das eisfreie Bemessungshochwasser der Elbe erreicht. Gleichzeitig ist auf den Grundstücken zwischen Müritz-Elde-Wasserstraße und dem Nebenarm (Umfluter) eine Verwallung (Aufschüttung) zum Schutz der Wohnbebauung unter Annahme des gleichen Schutzniveaus herzustellen.

Weitere Randdaten:
–    Länge der Hochwasserschutzwand insgesamt 700 m
–    Länge der Erdverwallung auf Privatgelände 250 m
–    zu verbauender Stahlbeton 230 m³ mit 46 t Bewehrung
–    344 t Stahlspundbohlen mit einer Länge von 7,50 m im Erdboden
–    Baubeginn war am 22.06.2016

Die Hochwasserschutzwand hat eine Höhe von 18,15 m NHN, das entspricht einem Wasserstand von ca. 7,50 m am Pegel Dömitz zzgl. 20 cm Freibord.

Ort
Gemeinde Heiddorf
Straße der Jugend
19294 Neu Kaliß
Gesamtinvestition
1.517.464,39 Euro
Förderung
1.138.098,29 Euro
Gefördert durch
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