Wirtschaftsgebäude am Westflügel des Schlosses Güstrow

Wirtschaftsgebäude Schloss Güstrow

Bereits aus slawischer Zeit wurde eine Burg auf dem heutigen Gelände des Schlosses Güstrow nachgewiesen. Beginnend mit dem 1557 abgebrannten Südflügel wurde die Burganlage sukzessive zu einem Renaissanceschloss um- und ausgebaut. Der aufwändig verputzte Backsteinbau ist eines der bedeutendsten Bauwerke der Renaissance im Norden Deutschlands.

Das Wirtschaftsgebäude ist das jüngste Gebäude der Schlossanlage mit Baubeginn 1882. Zweigeschossig mit ausgebautem Dachdrempel bestehen die Fassaden aus Ziegelsteinen mit betontem Mittelrisalit in beiden Längsseiten. Das Mauerwerk der Fundamente und Sockel besteht aus Feldsteinen. Das flachgeneigte Satteldach ist mit Bitumenpappe gedeckt. Die überwiegend bauzeitlichen kleinteiligen Metallsprossenfenster enthalten Segmentbögen. Das Gebäude wurde umfassend in den 1980er Jahren saniert.

Die Restaurierung des Wirtschaftsgebäudes erfolgt unter Beachtung der denkmalpflegerischen Zielstellung. Mit der Investition des Landes wird die historische Gebäudesubstanz gewahrt. Eine multifunktionale und öffentliche Nutzung des Wirtschaftsgebäudes nach Abschluss der Arbeiten wird hier möglich sein. Das Gebäude ist dann mit Rampe und Aufzug barrierefrei erschlossen. Das Förderziel der Europäischen Union – die Verbesserung der dauerhaften Nutzung des kulturellen Erbes – wird damit erreicht.

Ort
Schloss Güstrow
Franz-Parr-Platz 1
18273 Güstrow
Gesamtinvestition
3.860.000 Euro
Förderung
3.859.000 Euro
Gefördert durch
Logo Europäischer Fonds